Spatenstich für die Instandsetzung der Streuobstwiese Waldhufe

Spatenstich für die Instandsetzung der Streuobstwiese Waldhufe

Doberlug-Kirchhain, 25.11.2022

Spatenstich für die Instandsetzung der Streuobstwiese Waldhufe

Am 25.11.23 wurde das Projekt des Kerngehäuse e.V.  zur Instandsetzung und Aufwertung der Streuobstwiese Waldhufe in Doberlug-Kirchhain offiziell gestartet. Ziel ist es, die Fläche mit den alten Obstbäumen als Bürgerwiese zu etablieren.

Hierzu müssen die Bäume gepflegt und der Bestand durch Neupflanzungen verjüngt werden. Ebenso wichtig ist die regelmäßige Mahd. Damit dieser Aufwand finanziert werden kann, wird das Projekt von der Sparkassenstiftung gefördert. Jürgen Riecke, Vorsitzender des Sparkassenstiftungsvorstandes und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Elbe-Elster begeistert sich persönlich für die Ideen des Kerngehäuse e.V. Er hob hervor, dass das Projekt nicht nur vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit von Bedeutung sei – die Aufwertung der Streuobstwiese zur Bürgerwiese sei eine Bereicherung für Erholungssuchende, Familien und Obstfreunde und die Region. Auch Schulklassen und Kindertagesstätten sollen sich des öffentlichen Raumes annehmen und ihn als grünen Lernort nutzen können.

Damit das Vorhaben gelingt, arbeitet der Kerngehäuse e.V. mit vielen Akteuren zusammen. Symbolisch wurde dafür mit vereinten Kräften eine Kirsche gepflanzt. Jürgen Riecke griff zum Spaten, ebenso wie Katrin Heinrich, die den Förderverein des Naturparks vertrat. Dieser pachtet die Fläche und wird Bildungsangebote auf der Streuobstwiese anbieten. Andrea Opitz packte für den Kerngehäuse e.V. und die Naturparkverwaltung mit an.
Ein besonderer Partner ist Andreas Schumann: Der Ur-Kirchhainer führt mit seinen Unternehmen die Pflanzungen, Pflege und Bewässerung der Bäume durch und hat eine tiefe Verbindung zu der Streuobstwiese. Sein Vater war es, der vor 60 Jahren die Fläche pachtete und den sechsjährigen Andreas fragte, welches Obst er am liebsten möge. Die Antwort war klar: Kirschen! Und so pflanzten sie gemeinsam die ältesten der Kirschbäume. Als die Obsternte auf der Streuobstwiese nicht mehr wirtschaftlich war, wurde sie aus der Nutzung genommen. Umso erfreuter war Schumann, als er die Anfrage des Kerngehäuse e.V. erhielt, ob er bei dem Projekt mitwirken wolle. „Da musste ich nicht lang überlegen, das war ein ganz klares „Ja“. Hier steckt Herzblut drin. Und jetzt ist das „Klauen“ der Früchte auch erlaubt, wenn nicht sogar erwünscht“, sagt er lachend und die Begeisterung dafür, dass ein wichtiger Teil seiner Kindheit mit neuem Kraftaufwand erneuert und für andere zugänglich gemacht werden soll, strahlt förmlich aus ihm heraus. Kirschen esse er heute übrigens noch immer so gern wie früher.

In dieser und kommender Woche werden 20 junge Obstbäume gepflanzt, darunter Äpfel, Birnen, Pflaumen und Kirschen. Auch eine Naschhecke mit Nüssen, Beeren, Hagebutten und Esskastanie soll entstehen. Im Winter kommt Christian Wolf zum Zuge. Er wird sich als Baumwart um die Baumpflege kümmern und abgestorbene Bäume durch Neue ersetzen. Im kommenden April werden von der Firma „Die Holzlösung“ von Justus Mertzig aus Gruhno Sitzbänke und eine Schutzhütte angefertigt, in der sogar Platz genug für eine ganze Schulklasse sein wird. Auch der Bau einer Trockentoilette ist geplant. 


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